Fuchs-Dachs Gehege

Ein ganz neues Zuhause für Fuchs & Dachs entsteht…

Vorschau auf die Anlage

Vorschau auf die Anlage

Durch die Spende von Herrn Alfred Weigle enstand bis 2016 die neue Fuchs-Dachs-Anlage in der Fasanerie Wiesbaden.

In diesem begehbaren Fuchs-Dachs-Bau mit zusätzlicher Anlage für Feldhamster und Maus können Fuchs und Dachs in einer neuen artgemäßen Anlage gezeigt werden.

Füchse können alte Baue von Dachsen übernehmen. Wenn der Bau groß genug ist, kommt es auch vor, dass Fuchs und Dachs gemeinsam darin wohnen.

Zusätzlich sind Anlagen für Feldhamster und Maus in das Projekt integriert. Der Feldhamster gehört zu den geschützten heimischen Wildtieren. Die Maus ist ein wichtiges Beutetier für Fuchs und Dachs.

Alle Tierarten werden in der Fasanerie in Freianlagen mit artspezifischer Naturausstattung gehalten. Fuchs, Dachs und Feldhamster kennen zwar alle, kaum jemand bekommt aber die scheuen dämmerungs-/nachtaktiven Tiere zu Gesicht. In der Fasanerie werden sie bei der Fütterung regelmäßig zu erleben sein.

Blick von oben

Blick von oben

Der Standort

Als Standort für das Projekt ist im Rahmen des Entwicklungskonzepts für die Fasanerie die Fläche der ehemaligen Fuchsanlage zwischen dem Wisentstall und der früheren Nutriaanlage gewählt worden. Hier ist ein Hang für den begehbaren Fuchs-Dachs-Bau genutzt worden. Die Anlagen sind in den alten Baumbestand eingepasst. Die Besucher erhalten von zwei Aussichtspunkten Einblick in die Dachs,- bzw. Fuchsanlage.

Ein Nebenweg führt durch den begehbaren Fuchs-Dachs-Bau, aus dem die Besucher direkt in die Schlafhöhlen und in die Freianlagen der Tiere schauen können.
Die Anlage wurde auf einer Fläche zwischen den Haustierweiden und den Wildtiergehegen errichtet. So unterstützt der Standort das Thema Kulturfolger, mit Tierarten, die häufig in Siedlungsnähe leben.
An der Abzweigung zum  Fuchs-Dachs-Bau finden die Besucher Informationstafeln zu den vier Tierarten: Fuchs, Dachs, Feldhamster und Maus — Kulturfolger, die unterirdische Baue errichten.

Durchgang

Durchgang

Die natürliche Gestaltung des Fuchs-Dachs Baus ist für den Besucher bereits am Tunneleingang sichtbar: Wurzeln und Steine verkleiden die Tunnelwände, der Zugang ist eingegrünt. Das Tunneldach ist ebenfalls begrünt und verbirgt die Laufgänge, durch die Fuchs und Dachs zwischen den Anlagen wechseln können.
Vor dem begehbaren Fuchs-Dachs-Bau erhalten die Besucher durch eine Glasscheibe Einblick in das Gehege des Feldhamsters und einem großen Freilandterrarium für die Mäuse.

Karte der Fuchs-Dachs Anlage

Karte der Fuchs-Dachs Anlage

Das Projekt
„Fuchs-DachsBau”: Stand der
Baumaßnahme
Für die Dachsanlage sind rund 120 m²
vorgesehen, für die Fuchsanlage, die
teilbar ist, rund 180 m², für die Hamsterfreianlage rund 20 m² und für die Mäuseanlage 2 m².

Juni 2014: Baugenehmigung
Juli 2014: Baubeginn mit Erdarbeiten
August 2014: Einrichtung der Baustelle für Stahlbetonarbeiten,
Kranaufstellung
August 2014: Vereinbarung über die Beteiligung an einem Artenschutzprogramm von Hamstern
Januar 2015: Tunnelrohbau abgeschlossen
Februar 2015: Durchführung von Erdarbeiten zur Geländemodellierung
Geplante Maßnahmen:
Ab März/April 2015: Elektroarbeiten
Ab April 2015: Verputzerarbeiten zur Gestaltung des Tunnels zu einem „unterirdischen Gang“ für Besucher
Ab Mai 2015: Zaunbau
Ab Mai 2015: Einrichtung der Gehege und erste Pflanzmaßnahmen
Ab Juni 2015: Aufbau des Infosystem und interaktiver Stationen
Ende 2015: Voraussichtliche Fertigstellung der Anlage
Oktober 2016: Einweihung der Anlage

Schema der Fuchs-Dachs Anlage

Schema der Fuchs-Dachs Anlage

Gründe der Verzögerung:
• Es handelt sich bei der neuen Fuchs-Dachs-Anlage um ein komplexes und komprimiertes Sonderbauwerk.
• Die Firmen hatten noch keine Erfahrung mit solch einem Bauwerk — ungewohnte Schnittstellen zwischen Planern und Firmen.
• Der Bauplatz hat eine komplizierte Lage mit Gefälle — mehrfaches Vermessen war nötig.
• Durch die Verzögerungen am Anfang der Baumaßnahme konnten wichtige Gewerke (Elektro- und Verputzerarbeiten), die Frostfreiheit benötigen, witterungsbedingt 2014 nicht durchgeführt werden.
• Ursprünglich war für den Hamster nur ein Schaugehege vorgesehen. Durch die Teilnahme am Artenschutz-Rettungsprogramm einschließlich Auswilderungsprojekt für den Feldhamster wurde die Planung für die Erhaltungszucht des Hamsters erweitert.