Tierparkfreundin 2013: Helga Ritter-Reese

„Die Fasanerie – Teil meines Lebens!“, sagt Helga Ritter-Reese und lächelt. Wir sitzen in der Nähe der großen Mammutbäume auf einer Bank, schauen den Kindern beim Spielen zu und genießen die sommerliche Stimmung im Park. 

Begeistert berichtet die 78-jährige, dass sie bereits im Kinderwagen von ihrer Mutter über den Fasanerieweg aus der Stadt in die Fasanerie geschoben wurde. So hat sich ihr Credo „raus in die Natur“ ganz natürlich entwickelt. Sie erinnert  sich an die Wiese mit den vielen Schlüsselblumen vor der Fasanerie, auf der heute die Rösser des Reitvereines munter grasen. Diese Schlüsselblumen  hat  sie als Kind begeistert gepflückt und ihrer Mutter geschenkt.

Die waschechte Wiesbadenerin wurde 1935 geboren, bereits die Urgroßeltern lebten hier. Mit 12 Jahren bekam sie ihr erstes Schüler-Abo für das Hessische Staatstheater geschenkt. Bis heute ist Frau Ritter-Reese dem Staatstheater treu geblieben. Sie pflegt drei intensive langfristige Freundschaften und liebt Placido Domingo, dessen Konzerte sie schon auf der ganzen Welt besuchte und ihn auch persönlich kennenlernen durfte.

Einen besonderen Stellenwert seit ihrer Geburt hat für Frau Ritter-Reese die Fasanerie, die sie als  „Teil meines Lebens“ bezeichnet. Bereits 1997 wurde sie Mitglied im Förderverein Fasanerie e.V.  Damals bekam sie durch einen Arbeitskollegen Kontakt zu dem neu gegründeten Förderverein Fasanerie und dessen Gründer Wilfried Ries. Ihr Mann Alfred war nach langer Krankheit 1984 viel zu früh verstorben und
Frau Ritter-Reese wollte als Baum- und Tierfreundin den Förderverein Fasanerie unterstützen. 

Zurückblickend sagt sie: „Ich finde es wunderbar, was die Menschen des Fördervereins für eine große Leistung in der Fasanerie  erbracht haben“. Sie erinnert sich an die Anfänge, in dem der „Bautrupp“ mit Schüppe und Hacke auszog, um Rohre für die Wasserleitungen zu legen, damit jedes Gehege  direkt angebunden wurde. Aber auch die neuen artgerechten Gehege für die Tiere begeistern sie.

Der Förderverein habe maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Fasanerie zu einem Kleinod für Jung und Alt entwickeln konnte. OHNE, dass Eintritt erhoben werden muss.

Bei ihrem Eintritt in den Förderverein wollte sie eine Tierpatenschaft, auch im Gedenken an ihren Mann, übernehmen. „Wilfried Ries hat mir die Patenschaft für einen Goldfasan angeboten, das ging ja gar nicht“, schmunzelt sie. „Mein Mann war ein Hüne von 1,97 m, da sollte es schon etwas Größeres sein“. Da war ein Wisent  gerade recht und passend. Seit 1997 bis heute, also 15 Jahre, bliebt sie ihren Patenkind, dem Wisent treu. Sie hat ihn „Alfred „ getauft.

Nach unserem Gespräch möchte sie noch zu ihrem Fasaneriespaziergang aufbrechen, der wie schon so oft  an dem Wisentgehege vorbeiführen soll. Mit einem Augen zwinkernd sagt sie: „Ich werde meinem „Alfred“ im Vorbeigehen zurufen „Kannst fressen, das Futter ist bezahlt.“ 

In Anbetracht der langjährigen Verdienste  für den Tierpark Fasanerie und den Förderverein Fasanerie  e.V. wird Frau Helga Ritter-Reese zur Tierparkfreundin 2013 ernannt. Die Verleihung der Urkunde zur Tierparkfreundin wird am 08.09.2013 um 16.30 Uhr im Rahmen des Mitgliederfestes des Förderverein Fasanerie e.V. stattfinden. Der feiert an dem Tag seine Volljährigkeit, seinen 18. Geburtstag.

Helga Ritter-Reese

Helga Ritter-Reese

 

Das Gespräch führte Bärbel Riemann, 1. Vorsitzende Förderverein Fasanerie e.V.